Ferienende

Es sind diese Tage, an denen alles an einem vorbei rauscht, dass man noch ganz benommen stumm da steht und sich fragt, was gerade geschehen ist und ob dieses Geschehen überhaupt von Relevanz war. Tage, an denen man nichts spürt, an denen jegliche Empfindungen einfach verschluckt werden. Benebelt und taub irrt man durch die Gegend, bis man resignierend an Ort und Stelle verbleibt, dass auch die Zeit nur noch still stehen kann.
Höchstens hier und da mal Empathie für die Mitmenschen aufbringen, weil einen sonst nichts (er)füllt; als lebe man nur von den Gefühle anderer, weil man selbst nichts zustande bringt. Hauptsache irgendwas machen, irgendwie funktionieren.

Bis man es drinnen nicht mehr aushält, rausrennt, draußen wild umherläuft, immer wieder im Kreis, immer wieder hin und her und hin und her, mit einem zerfledderten Blatt voller Daten geschichtlicher Ereignisse in der Hand, die man blind aufsagt, runterrattert, immer schneller und schneller, viel schneller als man überhaupt sprechen kann, als Kehle, Zunge und Lippen Wörter formen. Und gleichzeitig schreien und weinen wollen, voll Wut, Panik und Angst, aber dennoch still bleiben, weil die Nachbarn sonst was denken. Dann in den Himmel schauen, das Leuchten der Sterne sehen und nicht begreifen können, dass sie in Wirklichkeit noch unglaublich viel größer, noch unglaublich viel heller sind, als sie gerade erscheinen und dass man sie nie, nie in vollster Größe erleben wird, was in diesem Augenblick das Deprimierendste im gesamten Universum für einen darstellt.

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