Sommerferien adé

Vor mehr als einem Monat hat für mich wieder die Schule begonnen. Das heißt hallo Kursstufe, hallo Punktesystem, hallo Selbstdisziplin. Denn nun bin ich diesem „Ernst des Lebens“ ein Stückchen näher gekommen (hallo Ernst) und sollte mich nach zehn Jahren Vorbereitung endlich zusammenreißen, kontinuierlich etwas für die Schule zu tun, um herauszufinden, wie viel ich wirklich kann oder ob ich mir nur einbildete, dass Faulheit mein einziges Hindernis sei. Man sollte sich natürlich nicht zu viel vornehmen und vor allem nicht übernehmen, aber ich denke, es ist keine schlechte Idee, mal an die Belastungsgrenzen zu gehen oder sie zumindest anzutasten, nur um zu wissen, wo sie sind, bevor es später wirklich, wirklich ernst wird. Und eigentlich spielt Neugier eher eine Rolle. Zugegeben, Abi ist, wenn man es von Weitem betrachtet, nicht so essentiell, dennoch öffnet es einem enorm viele Türen, die ich eigentlich nicht missen will. Zwar halte ich mir Plan A noch immer frei, jedoch hat Plan B schon Uni + Fächerkombinationsvorstellungen, die Grund dafür sind, mich wirklich anstrengen zu müssen.

Ich versuche derzeit, einen Tagesrhythmus zu finden, um eine gewisse Balance zwischen Schule-Freunde-Schlaf herzustellen, aber ich kann überhaupt nicht damit umgehen, Tage vollständig zu verplanen. Viel mehr kommt dann der Drang hoch, einfach alles zu verwerfen und Serien schauend meine Nachmittage im Bett zu verbringen. Wie jetzt gerade.

Jedenfalls wollte ich noch von meinen Sommerferien berichten, die in den letzten Posts nur angedeutet wurden. Da ich keine Ahnung habe, wann ich mir das nächste Mal wieder Zeit für diesen Blog nehme, alles in Kurzform mit ein paar Bildchen, weil Bildchen cool sind.

Bis dann.

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12.07.2013-28.08.2013

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Verabschiedung eines Freundes, der ein Austauschjahr in den USA macht. Zweimal auf dem Fahrradsattel mitgenommen worden. Einmal barfuß durch den Regen gelaufen, resignierend zurückgegangen, als es plötzlich hagelte. Auf zwei Geburtstagen gewesen, einen Geburtstag gehabt. Fast jede Woche eine Nacht durchgemacht, darunter in Hamburg, Magdeburg und am Frankfurter Hauptbahnhof. Von Internetmenschen besucht worden und Internetmenschen besucht. Eine Fahrradbremse beschädigt und das Rücklicht im Zug verloren. Zweimal an der Elbe gesessen, einmal von tausenden Mücken gestochen worden und einmal friedlich den Hafen beobachtet. Für einen Döner 45 Minuten lang angestanden. Einen Fremden auf der Parkbank angesprochen. Zug gefahren. Ganz oft.  In Wien gewesen. Dort statt Schönbrunn den Tiergarten besichtigt. Kurztrips nach Saarbrücken, Koblenz, Köln und Trier gemacht. Von einem Fremden angesprochen und durch die Stadt geführt worden. Ungewollt meine Zukunft voraussagen lassen. Die Alpen zum ersten Mal von Nahem gesehen. Am Königssee gewesen.  Nachts am See gesessen und eine Sternschnuppe am bewölkten Himmel beobachtet. So viele Berge gesehen, was wirklich ungewohnt ist, wenn man im Tiefland lebt.
Krank geworden. Das MS Dockville Festival mit Ronja und Laura besucht. Gefühlt Stunden nach einem Zeltplatz gesucht. Die „erste-Reihe“-Statistik fast kontinuierlich hochgehalten. Dabei Pablo beim Fotografieren beobachten können. Emilie kurz wiedergesehen. Bis 5 Uhr morgens zu Wankelmut allein getanzt. Außerdem bei Mighty Oaks, Stealing Sheep, Egokind, Milky Chance, HAIM, The Lumineers (wunderschönes Konzert), Die Orsons, Alle Farben, Baauer (Freitag), Poetry Slam (mein erster), VIMES, Crystal Fighters, Leslie Clio, MS MR (Hurricane war supergut), Woodkid* (Samstag), This Void, Miss Li, Agnes Obel und FM Belfast (Sonntag) gewesen. Im Regen getanzt und im Schlamm rumgehüpft. Nachts auf der Wiese gelegen und den Bass am ganzen Körper gespürt. Saubere Toiletten vermisst, Desinfektionsmittel als treuen Begleiter geschätzt. In der letzten Nacht im nassen Pullover gefroren. Für den Duschknopf zu klein gewesen. Ständig zwischen Philan- und Misanthropie hin und her geschwankt. Von einem Fremden auf die Schultern genommen, von Steinen beworfen worden, weil ich Leuten die Sicht auf die Bühne nahm. Trotzdem ein sehr schönes Wochenende.
An der Ostsee gewesen. Frühstück bei Götz. Quatsch im Schülerratsbüro. Mental auf die Schule vorbereitet.

Und jetzt bin ich wieder mittendrin.

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*Woodkid: Kaum in Worte zu fassen. Diese pompösen, überwältigenden Klänge, die dich fast erschlagen, dir die Luft nehmen, aber dich mit sich reißen, und dann bist du mitten drin, in der Musik, und plötzlich hört sie auf, als würde sie sich auflösen, lässt dich allein zurück. Leere.

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