Wismar oder der letzte Grund

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Wie im letzten Blogpost erwähnt, fuhr ich an meinem Geburtstag an die Ostsee. Allerdings nicht direkt an einen Strand, sondern „nur“ nach Wismar zum Alten Hafen. Nachdem ich vor etwas mehr als einem halben Jahr das Buch „Sansibar oder der letzte Grund“ von Alfred Andersch las, welches wir kurz darauf auch in der Schule behandelten, überkam mich selbst der Drang nach Flucht und Freiheit.  Also schnappte ich mir meinen ganzen Kram und nutzte zum letzten Mal in diesem Jahr meinen Deutschlandpass.

Zwar spielt der Großteil der Handlung in Rerik, dennoch wurden die meisten Elemente wie z.B. die roten Kirchtürme aus Wismar entnommen. Beim Anblick des Hafens hat es sich tatsächlich kurz so angefühlt, irgendwo mitten in der Handlung zu stecken und bald aufbrechen zu wollen. Mit meiner Kamera und den ganzen Büchern, die ich mitschleppte, machte ich es mir am Wasser gemütlich und verweilte dort ein paar Stunden, bis mein Zug kam. Ich genoss die Sicht aufs Wasser, auf die ganzen Möwen, die umher flogen, dachte über dies und jenes nach und las ein wenig.  Leider hatte ich den Roman kurz vor den Ferien verliehen, aber das machte nichts. Ich kann mich sowieso bei Musik in den Ohren kaum auf Worte, Texte konzentrieren, sodass ich die meiste Zeit einfach nur da saß.

Später ging ich noch kurz in den Park, der gleich neben dem Hauptbahnhof zu finden ist. (Drittes Bild)
Auf dem Rückweg nach Hause konnte ich dann friedlich den Sonnenuntergang beobachten und schließlich den fast blutroten Beinahe-Vollmond betrachten.

Insgesamt ein etwas anderer Geburtstag als sonst, aber trotzdem bereue ich es nicht, ihn allein verbracht zu haben.

(Zuhause angekommen, deaktivierte ich den Flugmodus, in dem sich mein Handy befand und konnte noch ein bisschen Geburtstagsfeeling durch die ganzen Glückwünsche und verpassten Anrufe aufbringen. Am schönsten auch, als ich erfuhr, wie paar meiner Freunde extra zu mir nach Hause fuhren, dort vor geschlossener Tür warteten, um mir persönlich zu gratulieren und Luftballons zu überreichen, aber keiner da war und sie dann ins Restaurant meiner Eltern gingen, um sich zu erkundigen, wo ich überhaupt stecke. Tat mir dann sehr leid, aber als Wiedergutmachung gehen wir heute Sushi essen. n_n)

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