Wenn Elefanten ins Zimmer krachen – was tun/nun, wieauchimmer?

Am besten man ist im Leben auf alles vorbereitet. Hat man mir zumindest so beigebracht und durch das Abschätzen von Wahrscheinlichkeiten verschiedenster Ereignisse, war ich oft „nur“ semiüberrascht, wenn etwas nicht eintraf, auf das ich hoffte. Auch nach dem Motto „Rechne immer mit dem schlimmsten“™.

An meinem letzten Ferientag (also gestern, Sonntag, eher inoffizieller letzter Ferientag) fühlte ich mich plötzlich beim Suppeessen (Anm.: überflüssige Informationen in einen Text einbringen und Anmerkungen machen den Text nicht besser; ich tu’s trotzdem!) bedroht und versuchte mich mental auf folgende Situation vorzubereiten:

Ein Elefant ist in dein Zimmer gekracht. Blöderweise hat der Elefant seit Tagen nichts gegessen und ist fixiert auf Menschenfleisch. Du musst den Elefanten also rausbekommen, allerdings ohne die anderen Räume des Hauses zu beschädigen, denn der Elefant ist wirklich ziemlich, ziemlich groß und die Versicherung zahlt nicht für plötzlich ins Zimmer krachende Elefanten. Die einzigen Hilfsmittel sind eine Lauchstange, Halo 4 für Xbox (Anm. der nicht vorhandenen Red.: das ist keine Schleichwerbung) und ein Strohbesen. Wie bekommst du den Elefanten aus deinem Zimmer, ohne dass es das Haus beschädigt und/oder dich und weitere Familienmitglieder oder Mitbewohner auffrisst?

(Natürlich rede ich mit mir in der zweiten Person und hatte nicht keine Lust, es nochmal nachzuschreiben, weil ich, das seht ihr jetzt:)

Blöderweise fiel mir nichts darauf ein und sowas könnte wirklich irgendwann passieren! Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit der oben beschriebenen Situationen höher, als von einer mutierten Riesenlaus plötzlich auf dem Heimweg bestohlen und – wenn vorhanden – auf die Rolltreppe geschubst zu werden. Mutierte Riesenläuse, wo kommen wir denn da hin?!

Jedenfalls befragte ich daraufhin einige Freunde. Und es kamen tatsächlich sehr hilfreiche Tipps zustande (was ich bei der Genialität jener auch nicht bestritten hätte, schleimschleim [man muss außerdem hinzufügen, dass ich ohne Vorwarnung den Text verschickte])!

Josi: Ich biete ihm die Lauchstange an, wenn er sie nicht haben will, zeige ich ihm Halo 4. Und weil jeder Halo mag, schaut er es wie hypnotisiert an und ich weiß, ich hab gewonnen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht werfe ich Halo aus dem Loch, durch das der verrückte Elefant gekommen ist. Und weil er hinterherspringt, bin ich ihn wieder los. Mit dem Besen versperre ich das Loch und am Ende esse ich die Lauchstange, die der Elefant nicht wollte. Tada!

Thu (erst skeptisch): […] dann würde ich mich mit ihm anfreunden, so zusammen Halo spielen und ihm Lauch anbieten. Als Snack.

G.: Ich esse den Lauch, was meine Superkräfte entfacht, wovon ihr nichts wisst, da ich nie in der Öffentlichkeit Lauch esse, denn ich möchte mit meinen Superkräften ja nicht angeben; hebe den Elefanten und hoch und fliege mit ihm nach Südafrika, wo ich ihn in einen Wildpark setze und in dem er von Rangern vor Wilderern geschützt wird. Den Besen nehme ich mit in meine spätere WG, denn ich bin ein sehr reinlicher Mensch und das Spiel zerstöre ich, denn es gibt schon genug Spiele dieser Art und auch wenn ich nicht sicher bin, ob man dadurch ein Amokläufer wird, sollte man doch lieber lesen.
Such dir mal `nen Hobby!

H.: Ich zerbreche die Lauchstange, stecke die beiden Hälften in die Rüssellöcher des Elefanten, um ihn zu verwirren (Außerdem lenkt ihn der starke Lauchgeruch ab, der dann in seiner Nase festsitzt). Diesen Moment nutze ich aus, lege Halo ein schiebe den Elefanten mithilfe des Besens hinterher und habe dann ein widerstandsfähiges, kräftiges Ingame-Reittier, dass meine menschlichen Widersacher auffressen kann.

Alternativ würde ich sagen, dass ich mir bei Halo 4 ansehe, wie man einen Elephant (großes Fahrzeug bei Halo) fährt, um ihn sicher und ohne Schaden anzurichten, aus dem Haus zu navigieren. Mit dem Strohbesen fege ich mir eine Rampe aus dem ganzen Schmutz und Staub in meinem Zimmer zusammen. Den Lauch gebe ich hinterher meiner Mutti als Entschädigung für das Loch im Dach. Daraus kann sie dann eine leckere Käse-Lauch-Suppe machen.

Und was würdet ihr machen, wenn plötzlich oben genannte Situation eintritt? 

(aus: Vielleicht sollte ich nicht 7 Tage am Stück alleine zu Hause verbringen.)

5 Kommentare

  1. Ja klar, das hast du dir doch alles in Wirklichkeit selbst ausgedacht und das dann so hingeschrieben, damit es aussieht, als hättest du Freunde. ROFL Guter Trick, hahahahaha. :):):)

  2. Wie auch immer; weitere Antworten, die ich von Leuten per Nachricht bekam, die allerdings schon die oberen Ideen kannten:

    K.: Hmmm….Ich mach die Xbox an und hoffe, dass der Elefant mich, mit dem Strohbesen und der Lauchstange bewaffnet, auch als fiesen Killer ansieht, und so von allein wieder rausspringt.

    S.: Ich blende den Elefanten mit der Halo 4 CD, um ihn dann mit dem Strohbesen aus dem Zimmer drängen zu können. Der stechende Geruch der Lauchstange, welcher sich mittlerweile im gesamten Zimmer ausgebreitet hat, wird den Elefanten davon abhalten zurückzukehren.

    A.: Ich zerbreche die Halo-CD, befestige sie an den Besen und benutze es als Speer, um den Elefanten rauszubekomme und esse anschließend die Lauchstange.

    C.: Ich kitzel den Elefanten solange, bis er sich totgelacht hat. Dann opfere ich Halo 4, um daraus einige Messer zu bauen. Dann schneide ich ihn auseinander. Als kleinen Snack esse ich die halbe Lauchstange und den Rest brate ich zusammen mit dem Elefantenfleisch. Der Rest geht an die Tafel. Danach gerbe ich die Elefantenhaut und mache mir einen Sofabezug und eine Lederjacke daraus.

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