160412

April 2012, 22:46 Uhr

Es ist ein ständiger Lauf. Vor allem ist es ein Rennen mit der Zeit, gegen den Schatten. Gegen den Schatten, der einen immer verfolgt, mal weiter weg ist und mal ganz nah. Ein Schatten, ein schwarzes Monster, gefüllt mit lauter Gedanken. Gedanken, die man erst von sich schob, verdrängte, Gedanken der Wut, des Zweifels.

Dieses Wesen verfolgt einen. Die ganze Zeit. Manchmal kommt es ganz nah an einen heran und flüstert etwas. Doch in den meisten Fällen packt es einen von hinten, frisst einen auf, sodass man in diesen Gedanken zu ertrinken scheint, wütend, traurig, zweifelnd, bis man kaum Luft bekommt. Dann spuckt es einen aus, lässt einen laufen und man steht auf, geht erst gekrümmt und nimmt Anlauf. Der Schatten wartet, ist weit hinter einem. Man fragt nicht, warum, man läuft und läuft immer schneller. Solange man noch kann. Denn irgendwann kommt es wieder. Und man weiß nicht, wann es aufhört.

Irgendwann scheint es so, als hätte man das Monster abgehängt, als hätte man es geschafft, es zu überlisten. Aber manchmal sieht man es doch noch, versteckt in der Menge, versteckt zwischen all den Dingen, die einen daran hindern, an dieses Monster zu denken.

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