Eher undurchdacht, merkwürdig formuliert und ich nehme Dinge gerne gleich vorweg in der Überschrift

Wege trennen sich. Vor allem metaphorisch ans Leben gerichtet. Immer wieder. Man geht ein Stück zusammen, mit einigen eng umschlungen, mit anderen eher distanziert, aber dann trennt man sich. Nicht ganz, nicht plötzlich, eher schleichend, kaum bemerkbar, bis man sich eines Tages bewusst wird: „Hey, da fehlt jemand. Der ist ja gar nicht mehr da.“ Aber bis dahin hat man sich schon dran gewöhnt, vermisst sie nicht und geht weiter.

Doch das stört mich. Ich mag dieses automatische Filtern meines Bekanntenkreises nicht. Es ist logisch, sinnvoll, besser, aber ich mag es nicht. Natürlich lebt es sich leichter mit Freunden, die die gleichen Interessen haben, das gleiche Zeug tun, mit denen man sich eh auf Anhieb gleich versteht und so weiter. Das ist klar. Das macht Freundschaft aus. Doch es stört mich, dass ich mit Leuten, mit denen ich mich mehrmals pro Woche traf, lachte, erzählte, die ich zu meinem engsten Freundeskreis zählte, heute kaum mehr ein Wort wechsle. Weil wir nichts mehr gemeinsam haben. Weil sich unsere Interessen nicht mehr überschneiden. Weil sie und ich jetzt andere Dinge machen. Jeder lebt sein Leben auf andere Art und Weise. Mit anderen Menschen.
Dafür können wir nichts, dafür kann keiner was. Es ist so. Das Leben ist so. Aber es ist doof. Und das könnte ich noch tausendmal sagen, doch es würde nichts dran ändern, dass es so ist.
Irgendwann hat man sich nämlich nichts mehr zu sagen. Irgendwann ist das einzige, worüber man reden kann, früher. Und das führt zu nichts, außer zu kurzer gemeinsamer Nostalgie, die irgendwann endet, weil irgendwo die Vergangenheit aufhört und man nichts neues hinzufügte. Dann geht jeder wieder seinen eigenen Weg.

(Und natürlich gibt es auch die, die so plötzlich vom Weg abkommen, dass man erst verwirrt, dann verzweifelt und schließlich orientierungslos mitten im Weg steht und nicht weiß, wohin. Mit diesen Leuten ist man meisten auch eng umschlungen gegangen. Es ist schmerzhaft, aber je weiter man geht, desto mehr gewöhnt man sich daran. Irgendwann.)

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