Was ich gestern Nacht schrieb: Kreativität kennt keine Uhrzeit

(Das Strichmännchen sieht aus wie ein Strichmännchen mit Sombrero. Soll aber ein Kissen sein ._.)

…kommt mir jedenfalls so vor.
Es war Montag (und fing eigentlich schon das Wochenende an) . Ich saß an diesen bekloppten Artikel über das Wählen von Fächern in der Kursstufe wahrscheinlich 4 Stunden lang. Analysierte mein Geschriebenes, löschte es wieder, ersetzte es durch komische Umschreibungen, die die Fakten untergehen ließen, löschte es dann wieder. Das ganze ging also 4 Stunden lang. Am Ende hatte ich 1 1/2 A4-Seiten, Times New Roman 11Pt – aber der Artikel war immer noch nicht fertig. Also saß ich da und überlegt. Und hatte Kopfschmerzen und keine Lust – kein Bock mehr auf’s Schreiben. Selbst mit meinen Chatgesprächspartnern (was für ein Wort) unterhielt ich mich nur mühsam. Noch nie hatte ich so eine Demotivation – was das Schreiben anbelangt – gespürt. Ich wollte nur noch nichts machen. Oder wenigstens nicht denken. Alles, bloß keine Sätze formulieren, kein Wort gegen ein anderes austauschen müssen, weil es doch doof klingt, kein „Backspace“ drücken, keine Leertaste, keinen Punkt, kein Komma. Nichts. Einfach an nichts denken. Oder vielleicht lesen, aber um Himmels willen, wehe ich müsse noch ein Wort schreiben. Aber alles, nur nicht das.
Und trotzdem ging ich erst gegen 12 ins Bett. (Wie frage ich mich immer noch)

Und dann war Dienstag. Keine Ahnung, warum so plötzlich, aber es – oder besser gesagt  sie – war da . Ja, das ist einer dieser „Ich habe meine Motivation wiedergefunden“-Einträge. Ja, irgendwo interessiert’s einen ja doch nicht, aber egal, ich will darüber schreiben. Weil ich’s jetzt will und ich Lust drauf habe. Also erzähle ich weiter.
Das Ganze fing mit ein paar Fragen für ein möglichst nicht standardisiertes Lehrerintervie. Und aus den paar Fragen wurden 60 , welche insgesamt eine rund eine Stunde brauchten, um  ausgedacht und aufgeschrieben  zu werden. Dann war es wieder einmal kurz vor 12 (na immerhin nicht nach).

Im Bad kam mir schließlich auch eine Idee für das Ende meines Artikels, also huschte ich schnell – bevor ich überhaupt ich duschte – in Schlafzimmer und schrieb es auf. Dies dauerte wieder eine Weile. Doch dass ich heute in den ersten Stunde eine Physikklassenarbeit schreibe, interessierte mein Hirn wohl recht wenig. Ach ja, Schlaf wird eh überbewertet! Wer braucht schon Schlaf?!
Jedenfalls quillt mein Kopf nur so vor kreativen Ergüssen (scheiß Formulierung) und als ich das hier niederschrieb (wieder so komisch formuliert), war es mittlerweile 1 Uhr.
Warum ich also noch auf bin? Weil man – oder eher ich – Kreativität festhalten und daran ziehen muss, um so viel wie möglich davon zu profitieren, bevor sie verschwindet. Ziemlich scheiße, aber hey,  ich litt den ganzen Tag unter Schlafmangel, aber immerhin ist der Artikel fertig, nicht?!
(Na ja, solange ich kein Burn-Out bekomme… )

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