Kurze Texte aus dem Zeitraum November-Januar
Juni 16, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar
Aus irgendeinem Grund blieb ich zu dieser Zeit meist bis 3 oder 4 Uhr morgens auf, konnte nicht schlafen, weil ich außerdem über irgendetwas nachdachte, das ich in meinen Notizen speicherte und heute wiederentdeckte.
Das ist Teil 1.
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Du kannst sagen, dass du die Ansicht nicht nachvollziehst, aber sage nicht, dass es Unsinn ist, solange du keine Definition für Sinn vorzuweisen hast, die meine Ansicht ausschließt.
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Die Wirklichkeit ist doch nur eine gemeinsam vereinbarte Wahrnehmung aller.
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Du fühlst dich fremd zwischen all den bekannten Gesichtern. Eine selbst gezogene Grenze zwischen dir und ihnen. Eine Mauer um dich herum, die dich unfreiwillig einschließt. Entfernung ist mehr eine Konstruktion deines Gehirns als mit einem Meterband messbar. Eine Insel, auf der nur du bist. Die anderen weit weg von dir. Und du willst es nicht. Fühlst dich wie ein Eindringling in ihrer Nähe. Hast keinen rationalen Grund. Dein Platz auf der Welt steht auf der Kippe.
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Eigentlich stand ich die ganze Zeit nur vor einem hohen, steilen Berg, dessen Aufzug ich übersah.
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Der wesentliche Unterschied zwischen dir und mir ist, dass ich anstrebe, die Welt zu verbessern, während du es schon längst aufgegeben hast. Und trotzdem wissen wir beide nicht, wer die klügere Überzeugung hat.
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Das Ding ist, die Routine plötzlich so sehr zu hassen, nach Veränderung zu streben, dass man wieder in die Routine fällt.
Infografiken, yeah.
Juni 15, 2013 § 2 Kommentare
Sorry, das ist gar keine Infografik und auch kein Text über Infografiken. Das ist eine bildliche Darstellung meiner Konzentrationsfähigkeit in den letzten Wochen. Diese bildliche Darstellung ist nämlich nur insofern informativ, als sie aufklärt, wie meine Konzentrationsfähigkeit aussehen würde, wäre sie kein, hm, Abstraktum.
Jedenfalls lässt sie ziemlich nach und ich frage mich, ob diese Aussage schon eine Personifizierung darstellt, denn das heißt ja, dass sie irgendetwas macht und dann nachlässt wie beim Laufen, was ich echt nicht kann, also laufen, meine Ausdauer ist nämlich ziemlich beschissen, sodass ich vermutlich niemals freiwillig joggen gehen werde, auch wenn das ersteres verbessern würde, aber vieles würde irgendetwas verbessern und ich mache es trotzdem nicht, wie schlafen z.B., ich bin gerade so müde und müsste einfach nur früher ins Bett gehen, doch das ist echt leichter getan als gesagt oder leichter gesagt als getan, ja so rum müsste es richtig sein, na ja, immerhin ist bald keine Schule mehr, aber ich mache in der ersten Woche einen Theoriecrashkurs in der Fahrschule und dann werde ich bald Auto fahren, sollte ich die Prüfungen bestehen, irgendwie ist jeder, den ich kenne, erst mal durchgefallen, das ist doch echt teuer und all sowas hm.
Texte, die nicht viel Sinn ergeben und Sätze, die erst einmal erwähnen müssen, dass das keinen Sinn ergibt, obwohl es dem Leser gar nicht aufgefallen ist, danke, letzter Satz, das wollte niemand wissen.
So viel zum Thema “Man merkt hier nichts vom Hochwasser”
Juni 8, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar
Gerade mal zwei Tage nach meinem letzten Eintrag wurde der Katastrophenalarm ausgerufen. Wir sind zwar noch nicht direkt betroffen (konnten Mittwoch in aller Ruhe das Sportfest durchführen), aber umliegende Dörfer und Städte, sodass in den letzten Tagen – und jetzt immer noch – dazu aufgerufen wird mitzuhelfen. Eine Freundin ist seit Mittwoch schon jeden Tag an verschiedenen Orten am Sandsäcke füllen, gestern sogar die Hälfte meiner Klasse und viele weitere aus der Schule, was wirklich, wirklich großartig ist. Die Schulleiter haben die Anweisung bekommen, dass zwar nicht die ganze Schule dafür freigestellt wird, da es genauso nicht gut ist, Leute dazu zu zwingen, wenn sie nicht wollen bzw. nicht können (körperlich z.B.), aber sie dürfen selbst entscheiden, wie sie nun verfahren. Die meisten – so auch unser Schulleiter – geben jedem eine Freistellung, der eine beantragt. Das einzige, was sie benötigen, ist eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern.
Heute Morgen war ich mit vier weiteren Freunden für die Fluthelfer Brötchen schmieren. Hatte etwas von einer Manufaktur. Ein paar Leute schneiden Brötchen auf, die anderen beschmieren sie mit Butter, dann wird belegt, eingepackt und eingetütet. Brot und Brötchen wurden gespendet wie einige andere Beläge auch.
Echt cool, wie in solchen Situationen doch noch ein gewisser Zusammenhalt und große Einsatzbereitschaft auftaucht. Die ganzen Freiwilligen, die stundenlang bei 20°C in der Sonne stehen, um Sand in die Säcke schippen, die dann von anderen zum Dämmen in die Hochwassergebiete gebracht werden.
Es ist schon ein wenig beängstigend, auf der regionalen Facebookseite zu sehen, wie überschwemmt es in bekannten, nahe liegenden Gebieten aussieht, während hier in der Stadt alles beim Alten ist.
Mal schauen, wie es in den nächsten Tagen aussieht. Das Wetter ist unglaublich. Sonne, teilweise über 20°C, normalerweise perfektes Badewetter, was die ganze Sache wirklich schon wieder makaber macht. Es soll aber noch Ende der Woche regnen, weshalb noch jede Menge Hilfe benötigt wird. Wer also in der Altmark Sachsen-Anhalts wohnt und helfen möchte, dem empfehle ich die dazugehörige Facebookseite.
Und übrig bleibt nur Mathe
Juni 3, 2013 § 3 Kommentare
Zwei Tage in Hamburg gewesen, dann den Sonntag mit fast 19 Stunden Schlaf verbracht (nicht durchgängig) und heute dann Mathetest. Eher unvorbereitet gewesen (“1 Uhr? Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr.”), aber ich glaube, es lief ganz gut. Wir schlossen mit den bedingten Wahrscheinlichkeiten ab und haben nun mit den Bernoulli-Experimenten angefangen. Ich muss zugeben, dass ich immer noch nicht weiß, woraus sich ein Koeffizient überhaupt ergibt, aber immerhin kann ich’s anwenden.
Jedenfalls dachte ich, ich könnte ja mal wieder eine Zeichnung hochladen. Eher Gekritzel als Zeichnung, aber okay.
Morgen haben wir Französisch. Um es ein wenig zu verbessern, wollte ich eigentlich den kleinen Prinzen anfangen, den ich mir in Frankreich auf französisch (logisch) kaufte, aber seit ich anfing (vor 4 Tagen), mit Duolingo Spanisch zu lernen, komme ich etwas durcheinander, wenn ich mich gleich danach ins Französische stürze. Übrigens ist die Seite echt zu empfehlen, zumal der Daily Reminder einen (wie der Name schon sagt) täglich daran erinnert und Sprachen lernt man ja mit der Zeit und durch Wiederholungen.
Ansonsten komme ich derzeit nicht viel zum Lesen. Habe letztens “Homo faber” von Max Frisch beendet. Kann noch nicht viel dazu sagen, außer dass es mir gut gefiel, ich aber froh bin, wenn wir es nicht in Deutsch behandeln. Lesen und mögen ist das eine, bis ins kleinste analysieren das andere. Macht irgendwie ziemlich viele Bücher kaputt, auch wenn ich verstehen kann, dass man dadurch das Verstehen / Lesen zwischen den Zeilen und Reflektieren fördern will.
Mittwoch dann Sportfest, aber weniger Fest als das Absolvieren leichtathletischer Disziplinen, die dort bepunktet und später benotet werden. 100-Meter-Sprint, Kugelstoßen und Weitsprung. Im Anschluss gibt es eine nette Teilnehmerurkunde, die mir zeigt, dass dabei sein, alles ist, aber in Wirklichkeit nicht genug. Immerhin wurde aber der 800-Meter- bzw. 1000-Meter-Lauf abgeschafft. Seitdem ist Sportfest ganz okay, da wir vor allem erst 10 Uhr dort aufkreuzen müssen. Das heißt also Ausschlafen für mich.
3 Wochen dann noch bis zur Klassenfahrt und bis dahin ist auch Notenschluss. Ziemlich gut.
Und vom Hochwasser merkt man hier übrigens gar nichts.
Part 2 von Pfingstsonntag
Mai 20, 2013 § 2 Kommentare
Josi kennt man hier vielleicht noch von letztes Jahr. Wir hatten schon länger vor, mal wieder fotografieren zu gehen, aber irgendwie sind wir bis gestern nicht dazu gekommen. Das zweite Bild sollte auch eigentlich im Winter bei Schnee gemacht werden, aber entweder schneite es nicht oder es war so verdammt kalt, dass ich es ihr nicht zumuten wollte, mit nackten Füßen stundenlang im Schnee rumzulaufen.
Ansonsten schaue ich mir gleich nochmal Chemie an und bereite mich mental darauf vor, in weniger als 7 Stunden schon aufstehen zu müssen. :<
Pfingstsonntag
Mai 20, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar
Genau genommen ist zwar schon Pfingstmontag, aber was soll’s. Eigentlich hatte ich vor, meine Ferien mit Serien schauen, lesen, schreiben zu verbringen, gemacht habe ich davon kaum etwas. Zwei Community-Folgen am letzten Schultag vor den Ferien (8.5.) bevor ich erschöpft ins Bett ging und das war’s. Die Woche verbrachte ich stattdessen mit Freunden oder Schlaf, was mindestens genauso gut wie mein letztlich nicht umgesetztes Vorhaben war, wenn nicht sogar besser. Wir machten Falafel, gingen auf den Spielplatz, gingen baden, gingen zelten, gingen auf einen Geburtstag, gingen dort auch schaukeln, gingen nochmal auf den Spielplatz schaukeln, gingen fotografieren (s.o.), machten Pizza, machten einen “Club der Pseudodenker”-Abend*, grillten, grillten nochmal nur am See, verkohlten Marshmallows, erzählten, vielleicht beschaffen wir uns eine Kaschmirziege, mal schauen, es muss sich ja auch rentieren, hörten uns Stücke auf dem neuen Klavier eines Freundes an, buken Mitternacht Brownies ohne mich :’(, spielten “Wer bin ich?”, spielten Tabu oder vielleicht auch nicht und ich verwechsle es gerade mit anderen Abenden, aßen jammernd Joghurt und waren dann aus Langeweile auf Omegle.
Es war schön. Morgen geht’s dann wieder in die Schule. Yay, wie ich mich überraschenderweise nicht darüber freue.
*Nicht ernst zu nehmender Name für einen Teil meines Freundeskreises, wobei das “Pseudo-” vor “Denker” schon auf eine gewisse (Selbst)Ironie hinweisen soll. Trotzdem. Kurz gesagt: unalkoholische Abende, an denen wir vom aktuellen Weltgeschehen / gesellschaftlichen Umständen zu Kachmirziegen zu Penissen aus Nordkorea kommen.
Und weitere Fotos folgen wahrscheinlich. Und Texte, ja, tatsächlich. Hoffe ich.






