kopfweg

Und wieder dort

Nicht meine Schuhe und auch nicht meine Sonnenbrille.
War heute wieder am See mit Freunden und Leuten, die ich nicht oder kaum kenne. Und ich habe superviele Foto gemacht. Ja. Und ich musste hungern, weil alle anderen ihr Essen reservierten, während ich auf einem Hügel saß. Zuhause grillte meine Familie aber glücklicherweise, weil wir Besuch haben. Cousinen und so. Und ein Typ, der extreme Verhaltensähnlichkeiten mit dem Mann aus der einen Simpsons-Folge, wo die Simpsons bei so einem Frauentausch mitmachen und dieser Mann sich in Marge verliebt. Und die ganze Zeit so komisch lacht. Genauso lacht unser Besuch, also der Typ. Na ja, egal. Es ist wieder nach Mitternacht und ich wollte eigentlich nicht nach Mitternacht schreiben, weil ich dafür zu müde bin und dann ganz verwirrt schreibe. Also gute Nacht.

So I took some photos of twilight. Bitches love photos of twilight.

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Oder so.

Nachdem ich heute The Dark Knight mit vier Jahren Verspätung nachholte und kurz vor 22 Uhr pausierte, machte ich mich in einer trendy grauen Jogginghose und einem – Achtung: Ich verwende jetzt ein Wort, dessen deutsche Übersetzung ich auch nehmen könnte, tue es aber nicht, weil es sich englisch cooler und bloggermäßiger anhört – oversized T-Shirt auf den Weg. Mit einem nicht verkehrstauglichem Fahrrad, dessen Lampe kaputt ist oder besser gesagt: Es existiert nicht einmal eine Lampe. Keine Ahnung, was mit der passiert ist. War bestimmt in einer ganz miesen Prügelei mit ein paar “Eyy deine mudda du haddu probleme ??!!!-Gangstaschlägertypen verwickelt, wo meine Fahrradlampe abgerissen wurde, ich eine Gehirnerschütterung erlitt und daraufhin mein Gedächtnis verlor und mich deshalb nicht daran erinnere. (Und ganz bestimmt nicht, weil ich uncool von der Bordsteinkante unsanft auf die Straße fiel, weil ich nicht sah, wie hoch der Bürgersteig wirklich ist.)
Jedenfalls huschte ich batmanlike durch meine Hood – nur weniger cool und ohne Cape – bis zum Ortsausgangsschild, wo weniger Zivilisation, dafür aber umso mehr Natur zu finden war.
Angekommen stieg langsam der Geruch von … Nein, nicht Freiheit … Eher so … Klärwerk auf. Das auf den Bildern ist nämlich unser wunderschönes Klärwerk. Stadtrand halt. Na ja, zum Glück ging das vorüber und eigentlich war’s dann auch nicht die Stelle, wo ich fotografieren wollte. Also paar Meter weiter und weg vom Gestank menschlicher Körperrausscheidungen machte ich unter anderem die drei oben zu sehenden Fotos, während ich jedem an mir vorbeifahrendem Auto (die Straßen sind dort ziemlich leer und verlassen) leicht paranoid hinterherschaute und etwas panisch wurde, sobald es etwas langsamer fuhr.
Als es fast “ganz dunkel” war, schwang ich mich auf mein Fahrrad, welches – wie schon erwähnt – keine Lampe besitzt. Gkücklicherweise gab es aber jemand Kluges, der Straßenlaternen erfand. Blöderweise machte mir allerdings die Stadt einen Strich durch die Rechnung, denn die Laternen standen im supergroßen Abstand am Straßenrand. Immerhin wurde ich freudig von Mitmenschen mit “VERDAMMT PASS DOCH MA UFF WO DE HINFÄHRST HASSE KEENE LAMPE ODA WAT” begrüßt (aber immerhin mehr Kommunikation als üblich), von rasenden Autos erhielt ich oft mehrmaliges Hupen (wie nett! So oft war ich noch nie gemeint) und mit einigen Bäumen auf Bürgersteigen (halloooo, wer hat sich denn das bitte ausgedacht?! Mitten auf asphaltiertem Weg, ey) musste ich leider den fast entstandenen körpernahen Kontakt abbrechen. (spprich – für alle, die’s nicht verstanden haben – ich wäre paar mal fast gegen diese riesigen Samenpflanzen – hihi, Samen, äh ja – gefahren)
Aber irgendwie hab’ ich es dann doch noch nach Hause geschafft.

Ich sollte nach Mitternacht nichts mehr schreiben, glaube ich.

Weshalb 2012 noch ganz wunderbar wird

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und die Karten machen mich nun immer weniger traurig darüber, dass ich nicht zum Hurricane kann. Auch wenn’s noch ein bisschen hin ist.

Bilder, die man heute malte …

… und in allerspätestens einer Woche schlecht findet. Aber jetzt ist’s noch ganz okay. Habe lange nichts mehr gemalt. Und Licht-Schatten-Zeugs muss ich noch üben. u_u

Kurz nach Mitternacht die Sozihausaufgabe erledigen …

… die man eigentlich schon vorher abgeben sollte und man sich an diesem Tag davor drückte, indem man zu Hause blieb (obwohl ich wirklich krank war, aber nicht krank genug), keine Ahnung haben, was man da überhaupt geschrieben hat, weil man zwischendurch einschlief und dann eine 1 kassieren und mit einer doofen, veränderten und gekürzten Version heute in die Zeitung kommen: Check.

Und hier das Original, das zwar eigentlich auch nicht so gut ist, aber immer noch besser als die gedruckte Version:

Dass wir in einer ziemlich fortgeschrittenen Zeit leben, erkennt man vor allem daran, dass wir vor nicht einmal zehn Jahren gerade mal unsere Handys – wenn man überhaupt eines besaß – zum Telefonieren nutzten – aber eben auch nur, wenn es super wichtig  war, weil uns beim Einkaufen einfällt, dass Oma Inge noch diese eine Haartönung haben wollte, die sie auch nicht unbedingt jünger machen würde. Aber gut.

Jedenfalls ist da ein großer Kontrast zwischen heute und “damals” (was auch nicht lange her ist, aber aus technologischer Sicht genauso vor ein paar 50 Jahren sein könnte). Denn in diesem Jahrzehnt ist es sogar eine ganze Generation von ständig-auf’s-Smartphone-starrenden Zombies. Dreht man sich einmal um – zack! Schon wischen sie mit ihrem Daumen von links nach rechts über das Display. Oder tippen gerade etwas, indem sie beide Daumen auf diesen sogenannten Touchscreen legen. Ganz egal was, es hat jedenfalls etwas von einer Epidemie, die von Äpfeln, humanoiden Robotern und Brombeeren ausgelöst wurde und sich seit jeher Zeit  rund um den Globus verbreiten. Jetzt haben wir nämlich ein paar abhängige Jugendliche, die alle zwei Minuten ihre Facebookpinnwand aktualisieren und sowieso nur nach dem neusten Scheiß auf dem Markt gieren, während ein bescheidener Rest ihren Kopf schüttelt und ja. .. bescheiden bleibt.

Doch was ziehen diese zombieähnlichen (meist) pubertierenden Individuen an diesen kleinen rechteckigen Dingern an? Und selbst Poltiker machen keinen Hehl draus, das neuste iPhone zu besitzen und nach jeder Sitzung einen Tweet abzuschicken.

Es ist die ständige Informationsflut. Dass man am Laufenden bleibt, egal wo man sich befindet und dass man genauso gut neben demjenigen stehen könnte. Man muss nicht auf den nächsten Morgen warten, um zu erfahren, was soeben im Bundestag geschah oder dass in irgendeinem arabischen Land gerade eine Revolution ausbrach.

Genauso verbindet man sich mit Menschen, die man mal eben bestimmt nicht auf der Straße begegnen wäre, aber trotzdem genauso denken wie man selbst. Und vor allem, dass man nie allein sein wird in dieser Welt, ganz egal wo man ist, solange man dieses rechteckige Ding in der Hosentasche hat.

Aber irgendwie ist es nicht nur die Informationsflut, es ist auch die Schnelligkeit, die eigentlich das Wichtigste ist. Zeit spielt keine Rolle mehr.  Wenn wir etwas wissen wollen, tippen wir das kleine Browser-Icon an und googlen die Antwort schnell. Wie das Wetter nächste Woche wird? Kein Problem, ich öffne mal schnell die Wetter-App. Lust auf eine Pizza? Moment, dann kann ich gleich mal die Pizza-App ausprobieren. Hö? Wo sind wir? Oh, zum Glück, dass ich eine Navigation und Google Maps hier hab!

Die ganzen Verfahren machen es uns viel einfacher und eben schneller im Alltag. Sie ersparen uns eine Menge Zeit, doch genau deshalb machen wir uns so sehr davon abhängig. Wir verlieren nach und nach unsere Selbstständigkeit. Solange das Müllraustragen keine App besitzt,  der Herd nicht durch eine WLAN-Verbindung an-, ausgeschaltet werden kann und die Klospülung nicht durch ein Tippen auf’s Handydisplay betätigt wird, sind wir zwar zum Glück noch nicht verloren, dennoch sollten wir darauf achten  - egal wie verlockend die Funktionen scheinen – , nicht alles dem Hightech-Kram überlassen wird.

Freitag, Samstag und irgendwie geht es weiter

(Bessere Impressionen von diesem Tag auf Lauras Blog.)

Freitag. Spätnachmittag. Allein gefahren, dann verfahren, dann Google Maps, Weg wiedererkannt, weitergefahren. Angekommen. Hingesetzt. Erzählt. Einweggrill. Gegessen und getrunken. “leicht” verkohlte Toastscheiben, Würstchen und ihre vegetarische Variante. Gelacht. Fotos gemacht. Zugeguckt, wie ein paar im Wasser waren. Gesehen, wie die Sonne hinter den Bäumen verschwand und gleichzeitig der Mond zum Vorschein kam. Barfuß durch den Sand gelaufen. Dann ganz vorsichtig, weil überall spitze, große Steine lagen. Die andere Decke ausgebreitet, weil keiner Platz machte. Wieder gegrillt. Wieder verkohlt. Knorrsoße schmeckt super. Irgendwann zu den kleinen Sandhügeln gelaufen. Diesmal in Schuhen. Hingesetzt. Steine auf kaputte Liegestühle geworfen. Manchmal getroffen. Ich kann nicht zielen. Erzählt. Über früher und heute nachgedacht. Leere Enteneier gefunden. Zurückgerufen worden. Die ersten gingen. Dann dieses Gruppenfoto. Ein wenig zu dunkel für diese Kamera. Viele Versuche. Viele verwackelt. Noch mehr Fotos. Noch dunkler. Noch mehr verwackelt. Noch mehr Versuche. Trotzdem brauchbares Material. Hingesetzt. Erzählt. Gelacht. Ziemlich dunkel. Heimweg. Verabschiedung. Vier von sechs Fahrradlampen, die funktionierten. Angetrunkene Freunde, die den Weg noch wussten, Fahrrad fahren konnten, dafür aber umso mehr Mist redeten. Trotzdem nach Hause gekommen. Trotzdem lustig. Trotzdem schön. Von weitem ein Feuerwerk hören. Rummel. Nicht mein Fall. Abgebogen, in der Einfahrt das Fahrrad abgestellt. Ins Haus gegangen. Fotos importiert. Ins Bett gefallen.

Auf längere Sätze wollte ich verzichten. So geht’s ja auch. (In Deutsch hätte ich dafür vermutlich schon eine 5 bekommen, aber wir sind ja nicht in der Schule)

Es wurde Samstag. An den ganzen Tag kann ich mich nicht mehr erinnern. Er ging schnell um. Ich verbrachte die Zeit mit Nichtstun, was unter anderem atmen, essen, lesen, im Internet irgendwas machen beinhaltete. Also tat ich doch etwas.
Dann war es abends. Eigentlich schon nachts. Ich war auf Facebook. Komische Statusmeldungen. Nichts direktes, fast schon normal. “Sind wohl nicht so gut drauf heute?” Dann immer mehr. Irgendwas ist passiert. “Lena hat dir eine neue Nachricht geschrieben.”

Nichts. Stille. Keine Gedanken. Dann ein “WAS?!”. Mehr nicht.
Es war unerwartet.
“Unerwartet” ist untertrieben. Es war mehr als nur ein “unerwartet”. Es war eher ein “WAS ZUM … WIE … DAS GEHT NICHT … HÄ … NEIN … ABER … WARUM ….”. Wieder keine Gedanken. Nur das Anstarren des Monitors. Keine Bewegung.

Realität.

“Heute ist er von uns gegangen”

Ich kannte ihn kaum. Nur flüchtig. Drei- oder zweimal erst gesehen. Kaum mit ihm gesprochen. Ich wusste, wer er war, woher ich ihn kannte, von wem und ich wusste, dass ich ihn bald kennen lernen würde.
Jetzt nicht mehr. Ich hatte mich geirrt.

Der Tag vorher ging mir immer und immer wieder durch den Kopf. Es ging nicht. Er konnte nicht … tot sein. Ich schaute mir die Bilder an. Es ging nicht. Er war nur auf einigen drauf, eher im Hintergrund, aber sichtbar genug, um ihn zu erkennen. Er war Teil des Bildes, Teil des Moments, in dem es aufgenommen wurde. Vor etwa mehr als 24 Stunden. Und jetzt sollte es ihn nicht mehr geben.
Ich begriff es nicht. Und irgendwie begreife ich es immer noch nicht ganz. Egal, wie oft ich es sage, egal, wie oft ich mit jemanden darüber rede oder andere darüber sprechen.
Ich kannte ihn nicht lange bzw. gut genug, um ihn quasi aus meinem Leben zu streichen, den Verlust, die Trauer, das Leid zu spüren, all das, was andere gerade durchmachen. Dafür waren diese Momente zu kurz.
Ich habe nicht geweint. Verspürte nicht diese Ungerechtigkeit, die man wohl eigentlich spüren sollte*. Daher kein Hass, keine Wut auf diese Welt. Ich nahm diese Tatsache so hin, wie sie war. Nicht achselzuckend, sondern kommentarlos. Schockiert (wobei das immer noch der falsche Ausdruck ist). Das war’s.

Ich hatte keine emotionale Bindung zu ihm. Ich ging an diesem Freitag davon aus, dass ich ihn eh noch kennen lernen würde. Irgendwie. Allein aufgrund der Tatsache, dass eine gute Freundin so gut wie mit ihm zusammen war und wir in nächster Zeit eh mehr miteinander zu tun hätten.
Aber es kam anders. So selbstverständlich sollte es nicht sein.

Die nächsten Stunden dachte ich an ihn, an “gestern”, wie plötzlich es war und wie nicht selbstverständlich die Dinge eigentlich sind, aber vor allem an meine Freunde. Sie waren es, die gerade litten und zu denen ich eine emotionale Bindung hatte. Und es waren anscheinend alle auf einmal. Ich wollte mir nicht ausmalen, wie schlecht es ihnen im gleichen Moment ging. Genauso fühlte ich mich schlecht, weil ich nicht wusste, wie man ihnen helfen konnte und ob man es jetzt sollte. Ob es Sinn hatte, sie zu fragen, wie es ihnen ginge und ob sie darüber reden wollten. Denn sehr wahrscheinlich redeten sie mit anderen darüber – wenn sie überhaupt darüber reden wollten.
Instinktiv sucht man bei solchen Situationen nach Worten, die trösten. Aber was brachte es? Zumindest jetzt, in diesem Moment? Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte ich gerne Ruhe gehabt. Oder es überhaupt erst mal realisieren wollen oder eher müssen. Wie viel Sinn hatten zu dieser Zeit die Wörter “nach vorne schauen”, wenn das einzige, was sie hören wollten, dass er wiederkommt? Es waren gerade mal wenige Stunden vergangen, nachdem sie es erfuhren.
Und ich kannte ihn nicht. Ich konnte mit ihnen nicht ihr Leid teilen, konnte nicht über ihn reden, ohne mir verdammt heuchlerisch vorzukommen. Konnte nur schweigen.
(Man sollte außerdem bedenken, dass es in der Nacht war und ich keine Möglichkeit hatte, irgendwen zu besuchen)

Am nächsten Tag war ich bei einer Freundin. Wir redeten kurz darüber. Sie hatte ihn mit als Letzte am Freitag gesehen. Hatte auch geweint. Dann redeten wir über alles mögliche, kamen nur immer wieder kurz auf das Thema zurück.
Irgendwann rief eine andere Freundin an. Wir gingen davon aus, dass sie es schon wusste. Sie fragte, was los war. Alles verwirrend, total überrumpelnd. Im Nachhinein nicht nachvollziehbar, weshalb wir es taten, aber ich wusste nicht, wie nah sie ihm stand. Wir hätten hingehen sollen, uns mit ihr treffen. Das ganze viel mir aber erst einen Tag später ein. (Und alle vorhandenen Alternativen schienen mir in dem Augenblick nicht alle besser… War trotzdem ein Fehler.)
Am Abend ein paar Vorwürfe zu hören bekommen. Hätte besser darauf reagieren sollen. Egal, ist passiert. Wir sind später eh nicht mehr darauf eingegangen.

Montag war still. Man spürte, dass etwas nicht in Ordnung war.
Ich fühlte mich jedes Mal schlecht, als ich lachte, besser drauf war, als die anderen. Ich wusste nicht, ob und wie man nun darüber reden sollte. Wenn wir es taten, dann eher oberflächlich. Sämtliche Gefühle blieben bei den anderen verborgen, man konnte sehen, dass es ihnen nicht gut ging, aber wie schlecht behielten sie die meiste Zeit für sich. Nur manchmal stieg es auf. Als wir mit einer Lehrerin darüber sprachen, weil die anderen keinen Nerv dazu hatten, für den morgigen Test zu lernen. Sie hatte vollstes Verständnis. Trotzdem kam es hoch. Und erst recht, als es um die Singkontrolle ging, bei der sie erst falsch verstanden wurden und es den Anschein erweckte, unserer Musiklehrerin wäre es völlig egal gewesen und sie hätten trotzdem singen müssen. Es klärte sich allerdings noch auf.

Und die ganze Zeit fühlte ich mich ignorant oder heuchlerisch. Einerseits, weil ich weniger darüber redete oder nicht “zeigte”, dass es mir schlecht ging, andererseits, weil es deswegen mir nicht schlecht ging. Natürlich dachte ich darüber nach, die ganze Zeit, aber noch mehr darüber, wie sie sich fühlten und ob man was machen konnte. Es ist ebenfalls ein scheiß Gefühl, nur daneben zu stehen, praktisch zuzuschauen und nicht helfen zu können, weil man nicht weiß, wie. Weil man dachte, sie brauchen erst mal nur sich selbst, jemanden, der das gleiche durchmacht wie und man selbst gehört schließlich nicht dazu. Man kann nur zuhören. Aber was sollten sie einem erzählen, wenn sie es anderen erzählten, die mit ihnen sogar noch darüber sprechen kann?

Das Schlimme ist noch, dass für einen selbst die Zeit einfach so weitergeht, während für die anderen die Zeit gestoppt wurde und gleichzeitig die Welt sich immer noch dreht.

Vielleicht erscheint es einigen respektlos, unmoralisch, nicht den gesellschaftlichen Maximen untergeordnet, was ich schrieb, dass ich es schrieb und dass ich es auch noch veröffentliche. Vielleicht sollte man es nicht, weil niemand, der nicht damit betroffen ist, es lesen will oder weil es “euch” eigentlich nichts angeht. Aber warum sollte ich mich trotzdem dran halten? (Den Text las ich übrigens kein zweites Mal durch und daher kann es passieren, dass Wörter fehlen, Tippfehler drin sind und ich erst in den nächsten Tagen das hier ausbessere)

*Und – auch wenn ich diese Ungerechtigkeit nicht verspürte, was mir auch erst Stunden später auffiel – ist es immer noch schlimm, dass er so jung gestorben ist.

AHHH

Ganz vergesse.: Mein Blog hat heute bzw. gestern Geburtstag (gehabt). Im Gegensatz zu vor’nem Jahr war ich aber mit/nach/bei/von/zu/auf dem Maifeuer. Kein Rummel, der ist nämlich zienlich doof. Und ich bin auch nicht krank. Na ja, lustig wie die Zeit vergeht und schade, dass ich erst im November anfing, häufiger zu bloggen.

Mein verlängertes Wochenende

Das Hausaufgabenheftproblem hat sich jetzt gelöst. Endlich. Jetzt fehlen nur noch Details und ich kann es nach mehr als einem Monat doch noch abschicken. Das Namenskästchen ist zwar doof, aber das stört mich jetzt nicht weiter. Hauptsache ich werde fertig.

Freitag war ich zum ersten Mal in der Disco. Es war okay, nichts besonderes. Musik war eher nicht so toll, dafür die Menschen und es war verhältnismäßig voll (letzte große Feier vor den Abiprüfungen), aber machte mir nichts aus. Hatte schon Schlimmeres erlebt, was das angeht.

Samstag, Sonntag und Montag nur rumgegammelt und gestern dann zum Maifeuer. Nichts besonderes. Feuer, viele betrunkene Menschen, superlautes Feuerwerk. Das Übliche halt.

Wie ich mich seit mehr als einen Monat davor drücke, irgendwie voran zu kommen

Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht.

So.

Seit mehr als einem Monat versuche ich schon diesen scheiß verfickten blöden  Schulplaner hinzubekommen. Hab ich irgendwo mal erwähnt, dass ich den letztes Jahr auch gemacht habe. Aber irgendwie klappt es nicht. Ganz und gar nicht. Das Ding braucht ein Motiv für die erste Seite und ich hatte letztes Jahr eine wunderbare Idee, das Foto war relativ schön, das Namensschildchen etwas zu klein, aber insgesamt war ich überhaupt nicht zufrieden, schickte es trotzdem ab, weil der Termin rückte und gleich nachdem die Hausaufgabenhefte ankamen, überklebte ich es mit einem Deckblatt, um es nicht zu sehen.
Und jetzt, ein Jahr später, muss ich mich diesen Motiv stellen und finde es immer noch blöd, habe aber keine – zumindest umsetzbare – Idee, um es zu ersetzen. Na klar, nichts ist unmöglich, aber diese blöde Zeit und das Wetter kommen mir immer wieder dazwischen und abgesehen von diesen Ausreden plagen mich seit Wochen/Monaten Zweifel und “Downs”, falls man das so nennen kann. Aber dazu später.

Ich kriege es nicht hin, kann aber nicht die gleiche Datei abschicken, weil sie scheiße ist. Auch wenn alle anderen das Gegenteil behaupten, aber ich kann einfach nicht damit leben, etwas zu machen, womit ich selbst nicht zufrieden bin – im Bezug auf Kunst und Dinge, die ich selber mache.

Ich leide unter Druck, den ich mir selbst mache und kann Erwartungen nicht gerecht werden, die es wahrscheinlich nicht einmal gibt. Denn letztendlich ist es vermutlich egal, was da drauf kommt.

 

Selbstportraits

Seit der 7. Klasse habe ich mich beim Zeichnen vor allem auf Menschen spezialisiert. Da ich es allerdings peinlich finde, Leute zu zeichnen, die ich kenne, versuche ich dabei, möglichst irgendwelche Berühmtheiten zu nehmen. Das liegt daran, dass ich das Gefühl habe, irgendwelche Erwartungen nicht zu erfüllen (auch wenn die Portraitierten das Ergebnis eh nie sehen werden FUCK LOGIC) und außerdem sie immer hässlicher zu machen, als sie sind (“WAAAS?! ICH HAB DOCH GAR NICHT SO EINE GROßE NASE!!!!!1111″). In den letzten Monaten/das letzte Jahr über spezialisierte ich mich auf ja… mich. Der Grund ist einfach: Es ist mir weder peinlich, wenn ich’s nicht hinkriege, die Suche nach einem guten bild von irgendjemanden wird anstrengend und wir haben es dieses Schuljahr sowieso in Kunst. Allerdings ist das Thema doch etwas anders ausgefallen: Wir sollen uns nur selbst darstellen in Form einer Collage oder was auch immer. (War mal das Thema einer Eignungsprüfung) Eigentlich interessant und eine Herausforderung, aber ich habe bisher keine Ahnung, was ich damit machen soll, weil ich nicht einmal selbst weiß, wer ich bin und was ich mache. Und diesen ganzen banalen Interessenscheiß, bei dem ich Bilder von Dingen, die ich mag, einfach drauf klebe, oder irgendwelche Charaktereigenschaften draufschreibe, ist nicht meins.* Also zeichne ich und zeichne ich und bisher habe ich ein Auge und meine Nase. Wir arbeiten übrigens schon seit 5 Kunststunden oder so daran.
Das Problem hierbei ist allerdings nicht meine Langsamkeit, sondern meine leider nicht ultracoolen ausgebauten Zeichenskillz™. Das würde ich gerne noch weiter erläutern, allerdings habe ich jetzt keine Lust mehr und im Hintergrund läuft gerade “Piano Sonata irgendwasNrirgendwasundirgendwasmitC-molloderC-DurundmehrTonartenkenneichnicht” von Beethoven und das macht mich ganz kirre, weil ich nicht schreiben kann. Egal.

Hier eines, mit dem ich einigermaßen zufrieden bin und in etwa schon das bewirkt, was ein Selbstportrait so besonders macht: Ich und vielleicht doch nicht ich. Endlose Fragen, die man sich stellen soll: Wer ist das? Warum tut sie das? Was soll uns diese Haltung sagen? Ähnlich wie Dürer, wie da Vinci, Rembrandt, Vigée-Lebrun oder Kahlo? Von wem hat sie sich inspirieren lassen? Oder versucht sie, etwas völlig neues zu erschaffen? Jemand neues? Will sie uns imponieren oder nur sich selbst etwas beweisen? Sind wir ihr egal oder geht es doch nicht um sie? Und und und™…

Hier das Bild (Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich mich so öffentlich zur Schau stellen will…)

 

 

+++++++ Dieser Beitrag macht hat nur Sinn, wenn man die dreiteilige Doku über Selbstportraits von Arte gesehen hat. Und währenddessen in meiner Klasse saß und mit mir redete. Außerdem schreibe ich nie wieder etwas, wenn im Hintergrund Klassik läuft.

*(Nichts für ungut, falls das jemand liest, der das machen will und in meine Klasse geht – euers wird sowieso besser, als das, was ich jemals zustande gebracht hätte)

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